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Die
letzten Chinesischen Flussdelfine sterben aus Die Süßwasser-Delfine aus dem Jangtse stehen knapp vor dem Aussterben - es gibt nur mehr weniger als hundert Stück. Eine Umsiedlungsaktion soll helfen, die Tiere zu retten, doch der mögliche Erfolg ist umstritten. Seit rund 25 Millionen Jahren leben die Chinesischen Flussdelfine oder Baiji im Jangtse-Strom. Der "Yangtze-kiang" ist der drittlängste Fluss der Welt und an seine Trübung und alle Veränderungen konnten sich die scheuen Tiere anpassen. Nun jedoch scheitern sie an den Einwirkungen der menschlichen Zivilisation. Die einzigartigen, fast blinden aber ungemein wendigen Süßwasser-Delfine, wissenschaftlich Lipotes vexillifer benannt, die ausschließlich im Jangtse vorkommen, gehören inzwischen nämlich zu den Top-12 der am stärksten gefährdeten Tierarten überhaupt. 1950 waren noch etwa 6000 Tiere im Fluss heimisch, heute sind es nach optimistischen Schätzungen gerade noch 100 Stück. Wobei in Wirklichkeit nur bis zu sieben einzelne Sichtungen pro Jahr vermeldet werden. Wasserverschmutzung, Austrocknung, Dammprojekte, illegaler Fischfang mit Schleppnetzen und zunehmender Bootsverkehr auf der vielbefahrenen Wasserstraße durch China, der das empfindliche Biosonar der Tiere ständig mit Reizen überflutet, haben den weißen Jangtse-Delfin so gut wie zum Tode verurteilt. Wobei auch die anderen beiden Flussdelfinarten aus dem asiatischem Raum Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften
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Dort herrsche ein vergleichbares Ökosystem und frühere Aussiedlungen anderer Arten aus dem Jangtse hätten sich als erfolgreich erwiesen. Die Kosten für diese Aktion, deren Hauptschwierigkeit im Aufspüren und Einfangen der scheuen Tiere liegen würde, werden auf sechs Millionen Euro geschätzt. Des Großprojekt sollte im Herbst 2002 anlaufen, ist aber unter
Experten noch umstritten. So warnt die Whale und Dolphin Conservation
Society Fang und Transport bergen nicht nur ein hohes Verletzungsrisiko, sondern auch eine möglicherweise für etliche Tiere tödliche Stress-Situation. Außerdem sei ohne Tests nicht gesichert, ob sich die Flussdelfine überhaupt an die neue Heimat gewöhnen können. Das bisher einzige Baiji Exemplar dort wäre nämlich eingegangen. Über das Verhalten der bis zu 2,5 Meter langen und in Kleingruppen
lebenden Tiere gibt es nämlich kaum Erkenntnisse. So konnte bislang
nur ein einziger Baiji über einen längeren Zeitraum beobachtet
werden. Doch auch bei ihm war Verhaltensforschung in natürlicher
Umgebung nicht möglich. Aam 14. Juli 2002, verstarb Qiqi, der einzige in Gefangenschaft lebende Chinesische Flussdelfin im Alter von 24 Jahren. Wahrscheinlich an Altersschwäche, obwohl frei lebende Tiere bis zu 30 Jahre alt werden können. Ob Qiqis Verwandte in freier Wildbahn sein Schicksal teilen werden und von der Erde verschwinden, wird die Zukunft zeigen. Wenig Hoffnung für die Baijis sieht die WDCS - deren jüngste Kampagne sich übrigens gegen Norwegens Missachtung des Walfangverbots richtet - und ruft gleichzeitig in Erinnerung, dass es noch viele andere bedrohte Walarten gibt, für die es vielleicht noch nicht zu spät ist. Autor:
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