| 1. Stiftungsprofil |
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Rechtsform |
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| Die Stiftung hat die Rechtsform
einer öffentlich-rechtlichen Stiftung.
Der Sitz der Stiftung ist: Loreto 865, in der Stadt Iquitos, in der Provinz Maynas, in der Region Loreto in Peru. Präsident der Stiftung ist Herr Glienke Alois, Administratora Frau Rosario Del Castillo Torres und Vizepräsidentin Frau Gudrun Sperrer sowie A.o. Univ. Prof. Mag. Dr. Franz Lahnsteiner als wissenschaftlicher Berater des Forschungsprojektes. Der Präsident kann auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Fischzucht aufbauen und verfügt über fundierte Branchenkenntnisse und Kontakte weltweit. Selbstverständlich wird die Stiftung durch Spenden mitfinanziert und unterstützt. |
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| Planung der Finanzierung |
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| Die Finanzierung der Projektentwicklungskosten, Laboreinrichtung sowie der Aquarienanlage und der Zuchtteichanlage erfolgt komplett über Eigenmittel. Das Vorhaben selbst soll zu 100% durch Kapital der Stiftung finanziert werden. Somit können Geschäftsinteressen von Unternehmen und Konzernen aus der Branche vermieden werden. Das Vorhaben wird sich nach bisherigen Kalkulationen ab dem Ende des ersten Jahres (2005) selbst tragen. | ||||
| Ziele und Visionen |
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| Strategisches Ziel ist es, für alle Fischarten weltweit, vor allem die Bedrohten, einen ausreichend großen Pool an Gen- und Erbmaterial zusammenzutragen, um mit den Nachzuchten das Überleben der Arten sicherstellen zu können. Durch unsere Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen ist es uns gelungen, die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen für die Kryokonservierung von Fischembryonen zu schaffen. Dieses erste Ziel haben wir im Jahre 2004 erfolgreich abgeschlossen und zum Patent angemeldet. | ||||
| 2. Stiftungsgedanke |
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| Umwelt- und Naturschutz nehmen weltweit einen
immer höheren Stellenwert ein. Nicht zuletzt verdeutlichen uns die
Auswirkungen der Klimakatastrophen, die wir täglich über die Medien aus
allen Regionen dieser Welt miterleben können, die Notwendigkeit
verantwortlicher mit der Natur umzugehen.
Allwöchentlich sterben u. a. etwa 3 von 42.000 noch auf der Erde existierender Fischarten aus. Die Ursachen hierfür sind mittlerweile fast so vielfältig wie die Natur selbst. Verseuchte Gewässer, Überfischung, Klimawandel und Killeralgen, die alles tierische Leben vernichten, seien hier nur beispielhaft als ursächliche Faktoren des dramatischen Artensterbens benannt. Den meisten Menschen sind diese erschreckenden Entwicklungen in der Natur weder bekannt noch bewusst. Die unterschiedlichsten Institutionen und Umweltorganisationen bemühen sich seit vielen Jahren, die Natur vor zunehmender Verschmutzung und Zerstörung durch den Menschen zu schützen und bedrohte Tierarten durch beherzte Artenschutzprogramme, teilweise in Zusammenarbeit mit der Politik, zu erhalten. Die wissenschaftliche Forschung lehrt uns, dass der Ursprung des Lebens im Wasser zu finden ist, aus dem sich im Laufe der Evolution auch der Mensch entwickelte. Auch die Hoffnung, dass die Ressourcen aus Flüssen, Seen und Meeren unerschöpflich zur Ernährung der Weltbevölkerung beitragen könnten, ist wegen Überfischung, Vergiftung und Verschmutzung der Gewässer wie eine Seifenblase zerplatzt. Dennoch erhalten das Wasser und seine Bewohner viel weniger Aufmerksamkeit, als sie verdienen.
Hier knüpft die im Jahre 2002 nach der Vorlage des Artikels 6 des Übereinkommens über die biologische Vielfalt zur 6. Vertragsstaatenkonferenz in Den Haag gegründete Fisch-Gen-Datenbank-Stiftung an. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, unter der globalen Benennung Living-Earth-Project nicht nur wildlebende Säugetiere, Vögel, Reptilien, etc. – sondern auch speziell alle 42.000 Fischarten zu beschützen. Der Name Fisch-Gen-Datenbank ist Programm und steht einerseits für die Art und Weise der Arterhaltung, andererseits jedoch ist er nicht mit Genforschung in der allgemeinen Begrifflichkeit zu verwechseln. Das Genom jeder einzelnen Art bleibt unangetastet und unverändert. Vielmehr werden in spezifischer Form Ressourcen geschaffen. Diese können dann nach dem Aussterben einer jeweiligen Tierart wieder reaktiviert, artgerecht nachgezüchtet und in die Natur ausgewildert werden.
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| 3. Standort |
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| Iquitos wurde 1747 von dem Jesuiten José
Bahamonde gegründet. Die Stadt ist umgeben von den Flüssen Nanay, Itaya und
Amazonas.
Iquitos ist eine heiße, exotische und von beeindruckendem Grün umgebene Stadt. Sie ist die größte Stadt im peruanischen Urwald. Das Klima dieser Zone ist tropisch, heiß und feucht, mit einer Durchschnittstemperatur von 28°C. Der dichte Urwald Perus verdankt seinen Namen einem enormen Fluss, der Leben, Illusionen und Legenden mit sich bringt. Der Amazonas ist der größte und wasserreichste Fluss der Welt. An den Ufern des Amazonas haben sich Dörfer und Städte, wie Iquitos, Hauptstadt der Provinz Loreto, entwickelt. Der peruanische Urwald erstreckt sich über eine Fläche von 80 Millionen Hektar und besitzt eine unzählbare Vielfalt an Tierspezies. |
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| 3. Flora und Fauna |
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| Die Amazonasregion zeichnet sich unter anderem
durch ihre große Biodiversität aus. Die Anzahl der tatsächlich in der
Amazonasregion vorkommenden Spezies ist schwer zu schätzen, da erst ein
Bruchteil von ihnen entdeckt und beschrieben wurde.
Es wird von einer Zahl zwischen fünf und zehn Millionen Arten ausgegangen. Von diesen wurden bislang etwa 1,4 Mio. beschrieben, darunter 750.000 Insektenarten, 40.000 Wirbeltiere, 250.000 Pflanzen und 360.000 Mikrobiota. Man geht davon aus, dass in der Region etwa ein Viertel der lebenden Tier- und Pflanzenarten ihr Habitat haben. Die Fischfauna wird auf 2.000 Arten geschätzt - mehr als in allen anderen Flüssen der Welt zusammen. Die Vegetation in Amazonien ist sehr heterogen. Eine grobe Unterteilung der verbreitetsten Vegetationsformen umfasst: Dichte Wälder, offene Wälder mit Palmen, offene Wälder ohne Palmen, Lianenwälder, Trockenwälder, Bergwälder (v.a. am Andenabhang), Überschwemmungswälder (Várzea), Sumpfwälder (Igapó). Hinzu kommen lokale Formationen wie: Mangrovenwälder, waldfreie Savannen (campos naturais), Caatinga, etc. |
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